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Interview mit Martina R. Czeran:
Wo und wann wurden Sie geboren?
Mein Geburtsort ist Hamburg, der Geburtstag ist der 20.12.1952
Wo haben Sie die meiste Zeit Ihres Lebens
gelebt? Die 17 Jahre in Königstein waren wohl
die längste Zeit, die ich an einem Ort verbracht habe
Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Zeichnen hat mich schon mein Leben lang begleitet. Als Architektin
gehört der Zeichenstift zu meinem Denken.
Das Kunstgeschichtsstudium hat mein Interesse an der Malerei
vertieft. Bei Simin Kohne, einer Städelabsolventin, belegte
ich Mitte der 90er Jahren
einige Stunden zum Zeichnen und Malen. Sie hat auch meine
erste Ausstellung in Frankfurt organisiert. Schnell merkte
ich, daß ich über die Wirkung
von Farbe nichts wußte. Um dazu etwas zu lernen durchlief
ich eine Ausbildung im Farbeninstitut Weikersheim. Richtig
ins Malen gekommen bin ich
dann 1998 während einer Auszeit von einem halben Jahr
auf Mallorca. Ruhe, Licht, Neugier alles passte zusammen.
Seit dem hab ich nicht mehr
damit aufgehört, die Architektur läuft nur noch
im Hintergrund. Aus dem, was im Alltag auf mich zukommt Ideen
entwickeln und auf die Leinwand
bringen. Den intellektuellen Umgang mit Themen finde ich genau
so spannend wie die Aufgabe, die richtige Farbe für das
richtige Detail anzuwenden
Was schätzen Ihre Freunde bei Ihnen
am meisten? Zuhören können, mich auf den
anderen Menschen einlassen und für ihn dasein. Meine
Bilder
werden sehr geschätzt
Sie hätten drei Wünsche frei,
welche wären es? Gesundheit, immer genug Geld
und eine Galerie, die meine Bilder vermarktet
Was machen Sie am liebsten, wenn Sie
nicht malen? Joggen, lesen, mit meinem Mann in Urlaub
fahren
Ihre Lieblingsfarbe? Grün
Wo hätten Sie am liebsten Ihr Atelier?
Dort wo es immer warm ist
Mit welchen lebenden oder verstorbenen
Künstlern hätten Sie gerne eine Ateliergemeinschaft?
Eine Ateliergemeinschaft kommt überhaupt nicht
in Frage, ich kann nur alleine arbeiten.
Hören Sie Musik beim malen, wenn
ja, welche? Normalerweise höre ich Klassik in
HR2. Gerne auch Jazz und Rock, manchmal aber auch
Besonderheiten wie Apocalyptica (Cello im metallic Stil) oder
Esoterisches - ja nach Stimmung.
Was halten Sie für Ihre bedeutendste
Ausstellung? Meine letzte Ausstellung im Kunstverein
Artlantis, dort habe ich neben anderen Bildern den
Jahreszyklus mit meinen Selbstporträts aus den Jahren
2001/02 (52 Bilder ) gezeigt.
Wo würden Sie gerne einmal ausstellen?
Wenn ich ganz hoch greife ist es die Art Basel oder auch das
Sinclar Haus in Bad Homburg.
Welche künstlerischen Ziele haben
Sie für die nächsten Jahre? Als Projekt plane
ich einen Porträtzyklus mit Bewohnern meines jetzigen
Wohnortes,
nebenbei natürlich alles was mir wichtig wird. Um Ausstellungsmöglichkeiten
konnte ich mich krankheitsbedingt die letzten 2 Jahre wenig
kümmern,
hier will ich einiges aufholen und möchte mindestens
2 große Ausstellungen im Jahr machen.
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